Ungewöhnliche Todesursache Bei 1400 Jahre Alter Mumie Gefunden

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Ungewöhnliche Todesursache Bei 1400 Jahre Alter Mumie Gefunden
Ungewöhnliche Todesursache Bei 1400 Jahre Alter Mumie Gefunden
Anonim

Vor etwa tausend Jahren oder etwas später gab es bei den Indianern von Texas eine gewisse Tradition, sich um schwerkranke Menschen zu kümmern. Sie wurden gepflegt und mit weichem und nahrhaftem Futter aus den Bäuchen der Heuschrecken gefüttert

Eine ungewöhnliche Todesursache wurde bei einer 1400 Jahre alten Mumie gefunden - Indianer, Texas, Krankheit, Megakolon, Dickdarm, Heuschrecke, Nahrung
Eine ungewöhnliche Todesursache wurde bei einer 1400 Jahre alten Mumie gefunden - Indianer, Texas, Krankheit, Megakolon, Dickdarm, Heuschrecke, Nahrung

Eine Untersuchung der Mumie eines Mannes, der zu Beginn des zweiten Jahrtausends n. Chr. lebte, zeigte plötzlich, dass er wenige Monate vor seinem Tod nur Heuschrecken aß. Sein Dickdarm schwoll schließlich auf das Sechsfache seiner normalen Größe an und konnte keine Nahrung mehr verdauen, was die Ursache seines Todes war.

Wissenschaftler in Texas untersuchten den mumifizierten Körper eines Indianers, der vor etwa 1000-1400 Jahren starb. Irgendwann erkrankte diese Person an der parasitären Chagas-Krankheit, die viele Symptome verursacht, die wichtigsten sind ein vergrößertes Herz, eine Erweiterung der Speiseröhre und des Dickdarms.

Als die Krankheit fortschritt, konnte sich die Person nicht mehr selbstständig bewegen und Nahrung für sich selbst besorgen, so dass sie vermutlich von einem der Familienmitglieder gefüttert wurde. Und aus irgendeinem Grund wurden ihm nur Heuschrecken aus dem Essen gegeben, nachdem sie ihnen die Beine abgerissen hatten.

Lower Pecos Canyon, Texas, wo diese Mumie entdeckt wurde

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Laut Forschern aß dieser Mensch mindestens 2-3 Monate vor seinem Tod ausschließlich Heuschrecken.

Es ist möglich, dass Fleisch für ihn ein zu komplexes Nahrungsmittel war und er kein pflanzliches Essen kauen konnte, sodass die Wahl auf Heuschrecken fiel, oder in seiner gesamten Gesellschaft war es normal, kranken Menschen Insekten zu verabreichen.

„Sie gaben ihm meistens den flüssigkeitsreichen Körper der Heuschrecke, den weichsten Teil. Er war reich an Eiweiß und Feuchtigkeit, so dass ihm das im Frühstadium der Krankheit geholfen hat“, sagt Professor Karl Reinhard.

Die Mumie dieses Indianers wurde 1937 gefunden und bis 1968 in einem Privatmuseum aufbewahrt. Seit den 1970er Jahren begannen sie, es in wissenschaftlichen Einrichtungen zu studieren. In der neuesten Studie analysierten Reinhard und seine Kollegen das Gewebe der Mumie mit einem Rasterelektronenmikroskop.

Sie fanden heraus, dass ein Mensch lange Zeit Heuschrecken aß, und in seinem Darm wurden auch sogenannte Phytolithen gefunden - Pflanzensteine ​​- das sind feste Siliziumansammlungen, die in einigen Pflanzen enthalten sind und bei gesunden Menschen nicht im Darm verweilen. mit Kot rauskommen.

Dies zeigt, wie schwer diese Person krank war. Doch kurz vor seinem Tod erlebte er offenbar durch den übermäßig geschwollenen Dickdarm noch viel schlimmere Qualen.

In der Medizin wird dieser Zustand der Ansammlung von Abfallstoffen im Dickdarm als "Megacolon" bezeichnet. Heutzutage kann Menschen mit einem solchen Problem durch eine Operation geholfen werden, aber vor tausend Jahren hat niemand diesem unglücklichen Mann geholfen.

Bei der Untersuchung fanden die Wissenschaftler in den mumifizierten Überresten mehr als ein Kilogramm getrockneten Kot sowie eine riesige Menge an Nahrung, die sein Darm noch nicht zu Kot verarbeiten konnte.

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