Sind Die "Hobbits Von Flores" Nur Eine Einzelne Person Mit Down-Syndrom?

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Anonim
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Ein internationales Wissenschaftlerteam hat im Streit um den "Flores-Mann" eine neue Seite aufgeschlagen - ein fossiler Hominin, dessen Überreste 2003 in Indonesien (Insel Flores, Liang Bua-Höhle) entdeckt wurden.

Der "Hobbit"-Schädel (links) und der Schädel eines gewöhnlichen Menschen

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Ein Teil der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft betrachtet den floresischen Menschen als eine eigene Spezies von Zwergen, die zur gleichen Zeit in Inselisolation lebten, als nur Homo sapiens auf dem Planeten verblieb. Andere Wissenschaftler, denen die Autoren des Artikels angehören, glauben, dass das ungewöhnliche Aussehen des "Hobbits" durch angeborene Pathologien erklärt wird.

Maciej Henneberg und seine Kollegen argumentieren, dass es aus Sicht der wissenschaftlichen Logik unmöglich ist, eine neue Art auf der Grundlage nur eines Schädels von Liang Bua zu "begründen", der Anzeichen einer abnormalen Entwicklung aufweist (auch wenn eine spezifische medizinische Diagnose noch nicht vorliegt). möglich).

Ungewöhnliche Eigenschaften sind nicht dasselbe wie einzigartig, und die Beweislast für die Einzigartigkeit des "Manns der Blumen" sollte bei den Anhängern einer extravaganteren Hypothese liegen. Das bloße Vorhandensein anatomischer Merkmale, die für viele angeborene Fehlbildungen charakteristisch sind (Asymmetrie, geringe Hirngröße, Kleinwüchsigkeit) im Typusexemplar macht es unmöglich, eine neue Art nach den Kriterien des Internationalen Codes der Zoologischen Nomenklatur zu isolieren.

Rekonstruktion des Erscheinungsbildes

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Diese Merkmale finden sich individuell bei vielen Vertretern der austronesischen Rasse. Schließlich stellen Wissenschaftler fest: Der normale wissenschaftliche Prozess, eine Hypothese im Fall eines Mannes von Flores zu testen, wird durch die Tatsache behindert, dass die indonesischen Behörden den Zugang zu Hominidenknochen zur weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft verwehrt haben.

Im zweiten Artikel beleuchten die Autoren die methodischen Fehler der Erstveröffentlichung zum „Hobbit“in der Zeitschrift Nature (2004). In Anbetracht der Tatsache, dass der Besitzer des Schädels aus der Höhle von Flores zur gleichen Zeit wie der Homo sapiens (vor 74-12.000 Jahren) lebte, hätten die „Erfinder“der neuen Art ihre anatomischen Merkmale im Zusammenhang mit menschlichen Krankheiten berücksichtigen müssen - aber das wurde nicht gemacht … Kleinwuchs und kleines Hirnvolumen treten bei mindestens 50 Syndromen auf.

Die Studienautoren stellten zunächst die Hypothese auf, dass der Flores-Mann an Larons Zwergwuchs litt. Bei weiteren Recherchen einigten sie sich jedoch auf drei Indikatoren: kraniofaziale Asymmetrie, fronto-okzipitale Größe und kurze Oberschenkelknochen, die ihrer Meinung nach auf das Down-Syndrom hindeuten.

Der Vergleich mit den anthropometrischen Indikatoren moderner Indonesier führte die Autoren zu dem Schluss, dass die Gehirngröße und -größe des Floresiers im normalen Bereich für einen Austronesier mit Down-Syndrom liegt.

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