Wissenschaftler Haben Das Fehlende Glied Gefunden

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Video: Haben Astronomen den ersten Planeten außerhalb unserer Galaxie gefunden ? 2022, Dezember
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Anonim

Wissenschaftler haben eine neue Art aufrechter Kreaturen entdeckt und detailliert beschrieben, die vor 4, 4 Millionen Jahren in Afrika lebten. In Äthiopien gefunden, dienen die Überreste aufrechter Lebewesen der Art Ardipithecus ramidus als lang ersehntes "fehlendes Glied" in der Kette der menschlichen Evolution. Sie beweisen einmal mehr, dass moderne Affen und Menschen zwei verschiedene Evolutionszweige sind.

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Der sensationelle Fund wurde in einer Sonderausgabe des renommierten Fachmagazins Science angekündigt. Es wird berichtet, dass ein internationales Spezialistenteam mehr als 110 Knochenfragmente (sie gehörten zu mindestens 36 Individuen) und ein gut erhaltenes Skelett einer weiblichen Person gefunden hat - sie erhielt den Namen Ardi.

Ardi wog etwa 50 kg und war 1,2 Meter groß, berichtet RIA Novosti. Sein Skelett zeichnet sich sowohl durch primitive Merkmale aus, die für die gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Affen charakteristisch sind, als auch durch progressive Zeichen, die nur bei menschlichen Vorfahren zu finden sind.

Viele dieser Merkmale sind bei den heutigen Menschenaffen nicht zu finden, daher können Wissenschaftler jetzt mit Sicherheit sagen, dass Gorillas und Schimpansen keine menschlichen Vorfahren sind. Sie entstanden im Zuge einer eigenständigen Evolution der Primatenlinie, die sich vor etwa 6 Millionen Jahren vom Menschen trennte.

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Nach dem Studium von Ardi kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der gemeinsame Vorfahr von Mensch und Affen immer noch aufrecht war, während er sich beim Gehen nicht auf seine Fäuste stützte. Er lebte in tropischen Wäldern und kletterte geschickt auf Bäume, aber er konnte sich nicht lange an Ästen hängen und von einem Ast zum anderen springen, wie es Schimpansen tun.

Die Struktur des Schädels und der Zähne von Ardipithecus ramidus sagt viel über die Ernährung und das soziale Leben dieser menschlichen Vorfahren aus. So stellte sich beispielsweise heraus, dass Ardi und ihre Verwandten Allesfresser waren und Früchte, Nüsse und junge Triebe aßen. Das Gehirn von Ardipithecus ramidus war signifikant kleiner als das von Australopithecinen und hatte eine ähnliche Größe wie das von Schimpansen.

Die Untersuchung der Überreste von Tieren und Pflanzen an der Ausgrabungsstätte zeigte, dass Ardis Verwandte in den Wäldern lebten. Früher glaubte man, dass die zweibeinige Fortbewegung durch die Freilassung menschlicher Vorfahren in das offene Gebiet entstand.

Bisher galt Lucy als ältester menschlicher Vorfahre - Australopithecus Afar, der vor etwa 3,2 Millionen Jahren lebte. Ardi ist jedoch mehr als eine Million Jahre älter als sie. Ardi repräsentiert wie Lucy eine der frühen Stadien der unabhängigen Primatenevolution, die zur Entstehung der Australopithecinen und dann des Menschen führte.

Ardi - "das fehlende Glied" und ein Schlag gegen die Theorie der göttlichen Schöpfung

Der aktuelle Fund ist zu einem wichtigen Meilenstein in der Paläoanthropologie geworden. "Tatsächlich wird das berüchtigte "missing link" beschrieben - Affenmensch oder Affenmensch", erklärt Stanislav Drobyshevsky, Mitarbeiter der Abteilung für Anthropologie der Biologischen Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität. Bisher kennt die Wissenschaft entweder vierbeinige Affen oder vollständig aufgerichtete Australopithecinen und Hominiden, bemerkt er.

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Die Funde einzelner Knochen von Ardipithecus ramidus seien schon vor langer Zeit gemacht worden, erinnerte sich der Spezialist, und Berichte über die Entdeckung des Skeletts beunruhigen seit mehreren Jahren die Gedanken der Wissenschaftler. Allerdings haben Paläoanthropologen erst jetzt eine detaillierte Beschreibung dieser wertvollsten Funde veröffentlicht.

Ardi verbindet die Merkmale von Affen und Menschen: "Hände bis zu den Knien, ein Schädel mit einem kleinen Gehirn (kleiner als das eines Schimpansen), ein greifender Daumen am Fuß, aber kleine Reißzähne, die Kreatur ging auf zwei Beinen und an der kletterte gleichzeitig gut auf Bäume, lebte in Waldsteppen und Wäldern".

"Eine Zwischenversion wird beschrieben, und zwar bis ins kleinste Detail, damit keine Zweifel mehr bestehen können.Der Fund füllt eine Lücke, die Anthropologen und Kreationisten so lange gelangweilt hat. Ohne Zweifel wird dieses sensationelle Werk noch viele Jahre zum Klassiker“, schloss der Wissenschaftler.

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